Samichlaus

Der Samichlaus und seine Schmutzli

Wenn die Tage kürzer werden und der Novemberwind durch die Gassen bläst, dann stellt sich bei manchem Kind die Frage: «Kommt der Samichlaus auch dieses Jahr wieder bei uns zu Besuch?» Und sind dann seine Schritte vor der Haustür zu vernehmen und das Glöckchen vom Schmutzli klingelt, wird wohl das eine oder andere Kinderherz schneller schlagen.

Doch auch ich alter Chlaus bin trotz der vielen Jahre Familienbesuche immer wieder aufgeregt und freudig gespannt darüber, was mich bei den Kindern jeweils erwartet, sind sie doch richtige Wundertüten. Kein Besuch gleicht dem andern! Und manchmal ist es nicht die erste Begegnung und es fühlt sich an wie ein Besuch bei Freunden.

So oder so – ich geniesse es, den Kindern zuzuhören, ihre vielen guten Tugenden zu loben, mit ihnen über Verbesserungen zu sprechen und ihnen Tipps zu geben, gemeinsam über etwas zu lachen oder ihnen eine kleine Geschichte zu erzählen. Zusammen mit den Schmutzli freue ich mich über ihre Gedichte, Zeichnungen oder selbstgebastelte Dinge und gerne überreichen wir ihnen zum Schluss das Chlaussäckli. Und wenn dann unser aller Augen leuchten, wissen wir: «Das war eine unvergessliche Begegnung!»

Mier Gönd De Samichlaus Im Wald Go Abhole

Bevor der Samichlaus im Dorf unterwegs ist, können die Kinder den Samichlaus mit seinen Schmutzli und dem Eselchen im Wald abholen.

Datum: Samstag, 27. November 2021
Ort: Bei der Samichlaus-Hütte im Haltikerwald
Zeit: 16.00 Uhr bei der Samichlaus-Hütte (Änderungen vorbehalten)
Parkplätze: Beim Restaurant Säge in Haltikon
Wie: Bequem erreicht man auf markiertem Weg in 15 Min. die Samichlaus-Hütte. Dort können die Kinder die letzten Vorbereitungen für die Chlausenzeit miterleben. Anschliessend begleiten sie den Samichlaus mit Schmutzli und Esel zurück zum Restaurant Säge.
Rückkehr: ca. 17.00 Uhr

Familienbesuche

Im vergangenen Jahr durften wir, Samichlaus und Schmutzli, viele wundervolle Begegnungen in der Hohle Gasse erleben. Gastgeber zu sein ist etwas Schönes und die vielen tollen Rückmeldungen zeigten, dass auch diese Form des Chlausbesuches sehr geschätzt wurde.

Aus diesem Grund haben wir Chlausgruppen beschlossen, nebst den eigentlichen Familien-besuchen zuhause auch im kommenden Jahr wieder den Besuch beim Samichlaus in der Hohle Gasse anzubieten. Bei Bedarf wird jede Gruppe wiederum während zwei Abenden Familien dort empfangen:

Sa/So    27./28. November                                           Chlausgruppe Betschart

Mo/Di   29./30. November                                          Chlausgruppe Schmid

Mi/Do   1./2. Dezember                                               Chlausgruppe Hurschler

 

Chlausbesuche generell finden in der Zeit von Samstag, 27. November bis und mit Montag, 6. Dezember 2021 statt. Genauere Infos können zur gegebenen Zeit aus der Presse entnommen werden.

Kosten?

Bei Samichlaus-Besuchen in Familien hat jedes Dorf seine eigene Tradition und Organisation. In Küssnacht am Rigi sind die Samichlaus-Gruppen selbständig. Es existiert keine Tarifliste. Ohne kommerzielle Absichten soll die schöne Tradition würdig gepflegt und den Kindern vorweihnachtliche Stimmung bereitet werden.

Die Samichlaus-Gruppen nehmen einen freiwilligen «Batzen» dennoch dankend entgegen, um damit die laufenden Unkosten decken zu können. Dieser Betrag wird jeweils direkt nach dem Besuch einem Schmutzli übergeben oder liegt in einem Couvert der Tugendliste bei.

De Samichlaus

De Samichlaus, de Samichlaus,
so töntës vo Huus zu Huus.
Gar mängem Chind chlopft s’Härz so fescht
Und luegt zum Fänschter uus.
Jetz polderets dur d’Schtäge-n-uuf,
was hed är ächt im Sinn?
Är treid en Sack so schwär und gross,
was tuusigs isch da drin?
De Sack, de nimmt är immer mit
für d’Chinde gross und chli.
De braave lärt är d’Nusse druus,
die böse steckt är drii.

Es Nachtet Schon Und s’schneieled

Es nachted scho und s’schneieled,
du liebi Zyt, ganz grüsli,
de Chlaus leid jetzt sin Mantel aa,
und bschlüsst druf no sys Hüüsli.
Er holt de Schlitte us em Schopf,
spannt s’Eseli gschwind aa,
und laded d’Seck und d’Ruete uuf,
won är für d’Chind mues haa.
Hü Trämpeli, seid är, s’isch Ziit,
de Wäg is Städtli isch no wiit.
Mier händ hüt Abig gar vill z’tue,
hü, Trämpeli, lauf artig zue.
Wie sind die Seck so dick und schwär,
wer chund ächt d’Ruete über, wer?
De Chlaus weiss alles ganz genau,
drum, Chinde, bitte, folgid au.

Was Isch Säb Für Es Liechtli?

Was isch säb für es Liechtli?
Was isch säb für en Schiin?
De Chlaus mit de Latärne
lauft grad de Wald dur y.
Sin Esel, de hed glaade,
er rüeft, J-a, J-a!
Hüt dörf i mid mim Meischter
Emal is Stedtli ga!
Im Sack, da heds vill Nusse,
Tirgel und Zimmedschtärn,
die träg ich, wärís en Zentner,
für d’Chinde eischter gärn!
Aber die tusigs Ruete,
die han i ufem Strich
die bruucht min guete Meischter,
ja nid emal für mich.
Ich folg ihm gärn ufís Wörtli,
und laufe, was i cha,
die liebe Chind im Stedtli,
müend doch au öppis ha!

(Gedichte aus: Aloys von Euw, Samichlaus-Gedichtli, Rex-Verlag, Luzern)