Instrumente

Die Geissel

Die Geissel

Die Schafgeissel zu schlagen erfordert besondere Geschicklichkeit. Sie muss wegen ihrer Länge und ihrem Gewicht mit beiden Händen und grosser Kraft von rechts nach links geschwungen werden. Mit der Fuhrmannsgeissel wird der Chrützlistreich demonstriert. Es gilt die einhändig geschwungene Peitsche von hinten nach vorn über den Kopf zu schnellen und wieder zurückgleiten zu lassen.

Die Iffelen

Die Iffelen

Der Ursprung der Iffelen bzw. Infuln, das wohl augenfälligste Requisit des Küssnachter Klausjagens, ist unbekannt. Man weiss, dass sie schon vor hundert Jahren getragen wurden.
Das Anfertigen von Iffelen hat sich zu einer wahren Volkskunst entwickelt. Mannigfaltig und verschieden sind alle diese Kunstwerke. In Motiven und Farbzusammenstellung sind den Erbauern kaum Grenzen gesetzt, und auch die Grösse kann von einem halben Meter bis über zwei Meter variieren. Auf der Vorderseite die Figur des St. Nikolaus und auf der Rückseite ein Kreuz und als weiteres christliches Zeichen die Buchstaben JHS sind die traditionellen Darstellungen. Rosetten, Bänder und Girlanden vervollständigen das Bild.

Schauen Sie sich in der Bildergalerie das Iffele-Inventar an.

Die Musik

Die Musik

Die Musikinstrumente sind beim Klausjagen für das Spielen der eindrücklichen Klausenmelodie unentbehrlich. Ohne diesen nachhaltigen Dreiklang ist der Umzug nicht mehr denkbar. Gespielt wird die Klausenmelodie seit 1912. Wirkliche Popularität erlangte sie jedoch erst in den 20er Jahren, als die Küssnachter ihr einen spöttischen Text unterlegten. In unangenhemer Erinnerung an de Bezirksammann Klemenz Ulrich, genannt "Bodefridimänz", der während seiner Amstzeit von 1920 bis 1924 mehrfach energisch gegen die Auswüchse des Klausjagens eingeschritten war, sang man nämlich auf die schlichte Tonfolge und sing man auf sie bis heute: "Mänz, Mänz, Mänz! Bodefridimänz!" Heute ist dieser Dreiklang zum Markenzeichen des Küssnachter Klausjagens gewordenen.

Senten und Klopfen

Senten und Klopfen

Ursprünglich wurden zum Klausjagen einfache Kuhglocken verwendet. Später konnten in der Westschweiz und im Vorarlberg grosse Treicheln ausfindig gemacht werden. Auch in Küssnacht bemühten sich Handwerker, spezielle Senten für Klausjäger herzustellen. Aus dem Muotathal stammen die Klopfen, die durch den markanten kurzen Ton auffallen. 

Senten

Senten sind die geschwungenen Treicheln, welche den Takt der Musik übernehmen und einen glockenartigen Klang aufweisen.

Weitere Informationen über die Herstellung der Treicheln findet man bei den Schweizer Treichelherstellern:

"Sonnailles" des Aterliers Firmann S.A., Bulle / Verkauf Arthur Weber AG Grössen Nr. 24 - 49

"Fahrttreichel" der Treichelschmide J.Bartenbach / Verkauf Arthur Weber AG, Grössen Nr. 9-11
 

Weitere Anbieter 
Giesserei Stéphane Brügger
,
 Villars-sur-Glane
Steiner
 Metallland AG, Wyningen

Klopfen

Als Klopfen werden hauptsächlich die Froschmulglocke der Schelbert Glockenschmiede AG, Muotathal bezeichnet. Diese können maschinell hergestellt oder handgeschmidet gekauft werden. Verkauf durch Arthur Weber AG, Grössen Nr. 1-15

Die Hörner

Die Hörner

Am Schluss des Umzuges folgen über 150 Hornbläser. Auf Kuhhörnern erzeugen sie ein schaurig monotones Getute im unerschütterlichen Rhythmus: zweimal kurz, einmal lang.